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BIBLE VERSIONS / Die Elberfelder Bibel / Altes Testament / Jesaja

Die Elberfelder Bibel - 1871

Hohelied Jesaja Jeremia

Kapitel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66

1 Und nun höre, Jakob, mein Knecht, und du, Israel, den ich erwählt habe.

2 So spricht Jehova, der dich gemacht und von Mutterleibe an dich gebildet hat, der dir hilft: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du, Jeschurun, (S. die Anm. zu 5. Mose 32,15) den ich erwählt habe.

3 Denn ich werde Wasser gießen auf das Durstige, und Bäche auf das Trockene; ich werde meinen Geist ausgießen auf deinen Samen, und meinen Segen auf deine Sprößlinge.

4 Und sie werden aufsprossen zwischen dem Grase wie Weiden an Wasserbächen.

5 Dieser wird sagen: Ich bin Jehovas; und der wird den Namen Jakobs ausrufen; (d. h. als den, zu welchem er sich hält) und jener wird mit seiner Hand schreiben: Ich bin Jehovas, und wird den Namen Israels ehrend nennen. (Eig. wird Israel einen Ehrennamen geben)

6 So spricht Jehova, der König Israels und sein Erlöser, Jehova der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.

7 Und wer ruft aus (d. h. verkündet) wie ich, so verkünde er es und lege es mir vor! -seitdem ich das Volk der Urzeit eingesetzt habe? Und das Zukünftige und was da kommen wird, mögen sie (nämlich die Götzen) verkünden!

8 Erschrecket nicht und zittert nicht! Habe ich es nicht von längsther dich hören lassen und dir verkündet? und ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott (Eloah) außer mir? und es gibt keinen Fels, ich weiß keinen.

9 Die Bildner geschnitzter Bilder sind allesamt nichtig, (Eig. eine Öde) und ihre Lieblinge nützen nichts; und die für sie (d. h. für die Götzen) zeugen, sehen nicht und haben keine Erkenntnis, damit sie beschämt werden.

10 Wer hat einen Gott gebildet und ein Bild gegossen, daß es nichts nütze?

11 Siehe, alle seine Genossen (Eig. die mit ihm (dem Götzen) verbunden sind; vergl. Hos. 4,17) werden beschämt werden; und die Künstler sind ja nur Menschen. Mögen sie sich alle versammeln, hintreten: erschrecken sollen sie, beschämt werden allzumal!

12 Der Eisenschmied hat ein Werkzeug und arbeitet bei Kohlenglut, und er gestaltet es (das Götzenbild) mit Hämmern und verarbeitet es mit seinem kräftigen Arm. Er wird auch hungrig und kraftlos; er hat kein Wasser getrunken und ermattet.

13 Der Holzschnitzler spannt die Schnur, zeichnet es ab mit dem Stifte, führt es aus mit den Hobeln und zeichnet es ab mit dem Zirkel; und er macht es wie das Bildnis eines Mannes, wie die Schönheit eines Menschen, damit es in einem Hause wohne.

14 Man haut sich Cedern ab, oder nimmt eine Steineiche oder eine Eiche, und wählt sich aus unter den Bäumen des Waldes; man pflanzt eine Fichte, und der Regen macht sie wachsen.

15 Und es dient dem Menschen zur Feuerung, und er nimmt davon und wärmt sich; auch heizt er und bäckt Brot; auch verarbeitet er es zu einem Gott (El) und wirft sich davor nieder, macht ein Götzenbild daraus und betet es an.

16 Die Hälfte davon hat er im Feuer verbrannt; bei der Hälfte davon ißt er Fleisch, brät einen Braten und sättigt sich; auch wärmt er sich und spricht: Ha! mir wird’s warm, ich spüre Feuer.

17 Und das Übrige davon macht er zu einem Gott, zu seinem Götzenbilde; er betet es an und wirft sich nieder, und er betet zu ihm und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott!

18 Sie haben keine Erkenntnis und keine Einsicht; denn er hat ihre Augen verklebt, (O. denn ihre Augen sind verklebt) daß sie nicht sehen, und ihre Herzen, daß sie nicht verstehen.

19 Und man nimmt es nicht zu Herzen, und da ist keine Erkenntnis und keine Einsicht, daß man sagte: Die Hälfte davon habe ich im Feuer verbrannt, und auch habe ich auf seinen Kohlen Brot gebacken, Fleisch gebraten, und habe gegessen; und den Rest davon sollte ich zu einem Greuel machen, ich sollte ein Stück Holz anbeten?

20 Wer der Asche nachgeht-ein betörtes Herz hat ihn irregeführt, so daß er seine Seele nicht errettet und sagt: Ist nicht Lüge in meiner Rechten?

21 Gedenke dessen, Jakob und Israel! denn du bist mein Knecht. Ich habe dich gebildet, du bist mein Knecht; Israel, du wirst nicht von mir vergessen werden.

22 Ich habe deine Übertretungen getilgt wie einen Nebel, und wie eine Wolke deine Sünden. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!

23 Jubelt, ihr Himmel! denn Jehova hat es vollführt; jauchzet, ihr Tiefen der Erde! brechet in Jubel aus, ihr Berge, du Wald und jeder Baum darin! Denn Jehova hat Jakob erlöst, und an Israel verherrlicht er sich.

24 So spricht Jehova, dein Erlöser und der von Mutterleibe an dich gebildet hat: Ich, Jehova, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, die Erde ausbreitete durch mich selbst; (Eig. von mir aus)

25 der die Wunderzeichen der Lügner vereitelt und die Wahrsager zu Narren macht; der die Weisen zurückdrängt und ihr Wissen zur Torheit macht;

26 der das Wort seines Knechtes bestätigt und den Bescheid (Eig. was sie bestimmt haben) seiner Boten vollführt; der von Jerusalem spricht: Es soll bewohnt werden! und von den Städten Judas: Sie sollen aufgebaut werden, und ich will seine Trümmer wieder aufrichten!

27 der zu der Flut spricht: Versiege, und ich will deine Ströme (O. Strömungen) austrocknen!

28 Der von Kores (Cyrus) spricht: Mein Hirt, und der all mein Wohlgefallen (O. meinen Willen) vollführt, indem er (Eig. und zwar indem er) von Jerusalem sprechen wird: Es werde aufgebaut! und vom Tempel: Er werde gegründet!

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